Wer sich selbst und andre kennt, Wird auch hier erkennen: Orient und Okzident Sind nicht mehr zu trennen.
Sinnig zwischen beiden Welten Sich zu wiegen, lass ich gelten; Also zwischen Ost und Westen Sich bewegen, sei’s zum Besten.
In einer Zeitenwende, in der Brücken bewusst eingerissen werden, sich der bereits vorhandenen Brücken zu besinnen, sowie neue Brücken zu erahnen und auszugestalten – das ist etwas, was jeder Einzelne auch derzeit leisten kann.
Am 12.07.2000 trafen sich in Weimar der Präsident des Iran, Herr Chatami, und der deutsche Bundespräsident, Herr Rau, um in eine neue Phase des Dialogs zu treten. Anwesend waren auch die deutschen Professoren Herr van Ess sowie Herr Küng.
Für das 2001 wurde von der UNO ein Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen ausgerufen.
Den Anderen wahrnehmen und ausgehend von den eigenen Idealen und Fähigkeiten nach Möglichkeit einer Zusammenarbeit und gemeinsamer Entwicklung zu suchen – dazu möchte auch dieses Weblog beitragen.
„Die heutige Welt ist auf der Suche nach einer neuen Grundlage für die Regelung menschlicher und gesellschaftlicher Beziehungen. Diese Grundlage ist nach unserer Ansicht der Dialog, in dem Ost und West keine Objekte der Erkenntnis, sondern Gesprächspartner sind. Dialog im Sinne einer klaren geographisch-kulturellen Kenntnis der Welt, des kritischen Blicks auf sich und andere, des Bemühens, das Erbe der Vergangenheit zu wahren und gleichzeitig nach neuen Erfahrungen zu suchen. Es geht um den Dialog über die Notwendigkeiten und Bedürfnisse des Menschen im Kontext des heutigen und des morgigen Lebens. Für einen wirklichen Dialog zwischen den Zivilisationen und Kulturen müssen neue Türen aufgestoßen werden, um die Realitäten der Welt zu erkennen und neue Einsichten in die östliche und westliche Welt zu gewinnen.“
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Das Gefühl des Andersseins, das der Osten und der Westen füreinander haben, wird nur dann aufgehoben, wenn beide sich nicht als eine absolute Erscheinung betrachten, sondern sich im Verhältnis zum Anderen und beide im Verhältnis zu diesem gemeinsamen Ursprung sehen. So können Ost und West einander vervollkommnen.
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Man muss die Anderen nicht nur tolerieren, man muss mit ihnen auch zusammenarbeiten.
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Dialog ist vor allen Dingen die Suche nach einem mitfühlenden und vertrauensvollen Kontakt.“